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Im Gegensatz zur herkömmlichen Kaffeemaschine wird bei den Espressomaschinen das Wasser mit Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Dies sorgt für den intensiven und aromatischen Geschmack, trotz des geringeren Koffeingehaltes im Vergleich zum Kaffee. Aber die verschiedenen Modelle der Espressomaschinen unterscheiden sich wesentlich in der Ausstattung und dem Preis. Sie können hier einen einfachen Kocher für die Herdplatte oder aber einen Vollautomaten mit eingebauter Kaffeemühle und Milchaufschäumer erhalten. Wenn Sie also gern einen Espresso genießen und diesen zukünftig auch in den eigenen vier Wänden in der Hand halten wollen, lohnt es sich oftmals über die Anschaffung einer Espressomaschine nachzudenken. Genauso ist für Viele auch der gesundheitliche Aspekt ausschlaggebend, denn Espresso enthält wesentlich weniger Koffein als der herkömmliche Filterkaffee. Allerdings sind gute Maschinen für den Privatgebrauch mit 200 bis 900 Euro nicht gerade ein Schnäppchen, so dass Sie sich zunächst im Klaren darüber sein müssen, wie wichtig Ihnen der Espressogenuss zu Hause ist. Dabei ist außerdem anzumerken, dass die Zubereitung eines vorzüglichen Espressos eine Kunst ist, die viel Übung erfordert. Seien Sie daher nicht enttäuscht, wenn Ihr erster Espresso nicht Ihrem Lieblingsgetränk im Café gleicht. Beim nächsten Mal kommen Sie diesem ganz sicher schon einen kleinen Schritt näher.
Das wichtigste Bauteil einer Espressomaschine stellt die Druckpumpe dar, bei der 9 bar in der Regel als Minimaldruck gelten sollten, der für die Zubereitung eines Espressos benötigt wird. Mit einer höheren Pumpenleistung können Sie zudem meist auch einen feineren Mahlgrad einstellen, mit dem Sie mehr Aromastoffe in Ihrem Kaffee erhalten. Dies sollten Sie jedoch mit Vorsicht genießen, denn hierbei entsteht auch ein erhöhtes Risiko der Überextraktion, wodurch der Espresso verbrennt und bitter schmeckt. Das Kaffeemehl war in diesem Falle also zu lange mit dem Brühwasser in Kontakt. Besonders achtsam sollten Sie außerdem mit den Billigmodellen der Espressomaschinen sein, die über eine Kolben-Pumpe verfügen. Diese arbeitet extrem laut und erzeugt hohe Druckleistungen lediglich unter künstlichen Bedingungen, die Sie in der Realität selten erreichen.
Viele hochwertige Espresso-Vollautomaten verfügen über ein integriertes Mahlwerk, welches die eingefüllten Espressobohnen vor jedem Brühvorgang frisch mahlt und dabei nur soviel Pulver produziert, wie für Ihre Tasse Espresso benötigt wird. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Vorteile. Zum Einen müssen Sie die Maschine seltener nachfüllen als bei günstigeren Varianten. Bei Maschinen ohne Mahlwerk ist das Befüllen vor jedem Brühvorgang nötig. Und zum Anderen mundet ein Espresso aus frisch gemahlenem Pulver weitaus besser. Nachteilig ist dagegen natürlich der relativ hohe Anschaffungspreis für solche Espressomaschinen zu nennen.
Der Kessel, oder auch Boiler genannt, ist dafür zuständig, das Wasser für den Espresso oder gegebenenfalls auch die Milch zu erhitzen. Er variiert je nach Modell stark im Hinblick auf Material, Gewicht, Wanddicke und Konstruktion. Da Temperaturbeständigkeit zur Herstellung eines guten Espressos unentbehrlich ist, sollten Sie vor allem schwere Materialien in Betracht ziehen. Günstige Espressomaschinen enthalten in der Regel Aluminium-Kessel, die leicht und preiswert sind. Sie lassen sich schnell aufheizen und eignen sich daher vor allem für die schnelle Zubereitung einzelner Tassen. Allerdings kann Aluminium im Espresso einen leicht metallischen Beigeschmack hinterlassen. Dagegen hält Stahl die Wärme länger vor, weshalb es vor allem für das Brühen mehrerer aufeinanderfolgender Tassen verwendet wird. Auch Messing hält, ähnlich wie Stahl, die Wärme länger vor und gilt zudem in Bezug auf die Temperaturbeständigkeit als das günstigste Material unter den Metallen.
Auch die Größe des Wassertanks kann je nach Modell und Ausstattung stark variieren. Hier sollten Sie sich zunächst fragen, wie oft Sie sich einen Espresso zubereiten wollen. Je größer der Wassertank ist, desto seltener muss er nachgefüllt werden. Brühen Sie sich hingegen nur ein bis zwei Tassen täglich, reicht ein kleiner Tank völlig aus, da das Wasser für einen guten Espresso ohnehin frisch sein sollte. Wichtig hierbei ist vor allem, dass der Wassertank vollkommen entnehmbar ist. Nur so können sie das Restwasser komplett entfernen und garantieren, dass Bakterien keine Gelegenheit erhalten, sich zu vermehren. Außerdem sollte der Tank leicht herauszunehmen sein.
Espressomaschinen werden im Wesentlichen in Dampfdruck- und Pumpendruck-Maschinen unterteilt. Dampfdruck-Espressomaschinen sind hierbei die preiswertere Variante, die sich vor allem durch ihre schnelle und mühelose Bedienung auszeichnen. Allerdings gelingt es ihnen nur selten, einen gleichmäßigen Druck und gleichzeitig eine optimale Brühtemperatur zu erzeugen, was zu einem bitteren Espressogeschmack führt. Hier sind auch die Espressomaschinen für die Herdplatte einzuordnen, die für den regelmäßigen Hausgebrauch allerdings nicht empfohlen werden können. Allerdings eignen sich diese ideal für das mobile Espressovergnügen, so dass Sie hiermit auch beim Camping nicht auf Ihre Tasse Espresso verzichten müssen.
Dagegen sind Pumpendruck-Espressomaschinen etwas preisintensiver, erzeugen dafür jedoch auch einen gleichmäßigeren Druck als Dampfdruck-Espressomaschinen. Bei diesen Maschinen durchläuft das Wasser mit einer minimal niedrigeren Temperatur das Mahlgut, wodurch der Espresso eine optimale Trinktemperatur erhält. Mit der richtigen Bedienung erhalten Sie also mit diesen Maschinen einen weitaus besseren Espresso. Pumpendruck-Espressomaschinen erhalten Sie als manuelle bzw. Kolben-Espressomaschinen und auch als Espresso-Halbautomaten oder -Vollautomaten.
Manuelle Espressomaschinen sind vor allem lärm- und wartungsarm, wodurch sie in der Regel ein Leben lang halten. Durch die große Anzahl der Möglichkeiten zur Prozessherstellung bekommen Sie einen fantastischen Espresso, der allerdings auch eine Menge Übung erfordert. Dadurch gehören manuelle Espressomaschinen zu den teuersten und am schwersten bedienbaren Maschinen. Sie müssen diese Maschinen nahezu perfekt beherrschen, um nicht einen Espresso minderer Güte zu produzieren. Daher sollten Sie sich nur für eine solche Maschine entscheiden, wenn Sie viel Zeit und Mühe in das Erlernen der richtigen Bedienung investieren wollen.
Dagegen sind Espresso-Halbautomaten sehr leicht zu bedienen und erlauben zeitgleich die variable Einstellung von Temperatur, Brühdruck und Tamp. Dieses zeichnet diese Maschinen besonders aus, da sich mit ihnen ein ausgezeichneter Espresso zubereiten lässt - bei einem angemessenen Preis, welcher unter dem der manuellen und Vollautomaten liegt. Gegenüber dem Vollautomaten ist die Bedienung allerdings weniger benutzerfreundlich und kann in einer recht unsauberen Angelegenheit enden.
Die bequemste Variante erhalten Sie zweifelsohne mit einem Espresso-Vollautomaten. Dieser erledigt alle Vorgänge selbstständig für Sie, so dass Sie lediglich für das Einfüllen von Wasser und Kaffeebohnen zuständig sind. Das Mahlen, Dosieren, Pressen und Brühen einer festgesetzten Menge übernimmt die Vollautomatik. Einige Maschinen sind zudem auch in der Lage, Milch zu erhitzen, Wasser zu filtern oder verfügen über eine Selbstreinigungsautomatik. Bei vollautomatischen Espressomaschinen können Sie sicher sein, Ihren Espresso immer in einer konstant guten Qualität zu erhalten, und zudem sind sie schneller und leichter bedienbar als Halbautomaten. Nachteilig an diesen praktischen Helfer sind allerdings der hohe Preis und die Größe, denn hierfür benötigen Sie sehr viel Platz. Die Qualität der erzeugten Espressi ist konstant gut, kommt jedoch nicht an ein perfektes Ergebnis aus einer manuellen Maschine heran.
Wie schon erwähnt, sollten Sie für einen guten Espresso stets frisches Wasser verwenden, welches im Idealfall weich sein sollte. Die Wasserhärte sollte etwa bei 4dH liegen. Wenn Sie hartes Wasser umgehen möchten, empfiehlt sich die Verwendung von Mineralwasser. Da der Kontakt mit Luft der größte Feind für das Aroma ist, sollten Sie den Espresso nicht umfüllen, sondern am Besten mit einem Clip verschließen und im Kühlschrank lagern.
Wenn Sie einen Espressokenner überzeugen wollen, sollten Sie seine Espressotasse nie über die Hälfte hinaus befüllen, da Sie sonst als Espresso-Banause gelten. Für den Milchschaum eignet sich fettarme Milch besonders gut. Sollten Sie die Espressomaschine nicht permanent nutzen, empfiehlt es sich außerdem, die Stromversorgung zu unterbrechen, denn Espressomaschinen ziehen zwischen 10 und 40 Watt Strom im Standby-Modus.