Komplettsystem-PC

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Ratgeber Komplettsystem-PC

Ein Notebook mag unterwegs von großem Nutzen sein, doch zuhause setzen Sie lieber auf einen leistungsstarken Computer mit großem Bildschirm, auf dem Sie Filme schauen oder sich an der Grafik der neusten Spiele erfreuen können? Dieser Ratgeber verrät, worauf beim PC-Kauf zu achten ist und präsentiert darüber hinaus Netzwerklösungen für den Büroalltag.

Ausführungen für den heimischen Gebrauch nach oben

Bei Komplettsystem-PCs für den heimischen Schreibtisch wird in erster Linie zwischen Tower- und Desktop-PC unterschieden. Erstere werden in der Regel hochkant unter dem Schreibtisch platziert, wobei die sogenannten Mini-Tower-Systeme auch auf dem Schreibtisch Platz finden können.

Mit Desktop-PC wird prinzipiell ein Rechner beschrieben, der über ein flaches Gehäuse verfügt und auf dem ein Monitor abgestellt werden kann. Die sogenannten Mikrocomputer, die über ein kompakteres Gehäuse und reduzierte Hardwarepower verfügen, sowie die All-in-One-Computer, bei denen die ganze Computerhardware im Monitor untergebracht ist, werden jedoch ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet.

Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher

Welchen Bedarf Sie an Hardware haben, hängt vom voraussichtlichen Einsatzbereich Ihres Computers ab. Natürlich benötigt ein Spieler weitaus mehr Leistung, als jemand, der am PC in erster Linie arbeiten und im Internet surfen will. Das Leistungsvermögen des Computers wird dabei im Wesentlichen von drei Komponenten bestimmt: dem Prozessor, der Grafikkarte und dem Arbeitsspeicher.

Der Prozessor beziehungsweise die CPU (Central Processing Unit) ist der zentrale Bestandteil eines Computers, der alles andere steuert. Maßgeblich für dessen Leistung ist die Taktfrequenz, die in Megahertz oder Gigahertz angegeben wird, und die Anzahl der Prozessorkerne. Um den Ansprüchen komplizierter Software beziehungsweise neuer Spiele gerecht zu werden, arbeiten die meisten Hochleistungscomputer heute mit mehreren Kernen, dabei spricht man von Dual- oder Quad-Core.

Die Bilddarstellung auf dem Monitor wird von der Grafikkarte bestimmt. Billige Computer oder solche, die nur für Büroarbeiten genutzt werden sollen, verwenden häufig sogenannte Onboard-Lösungen, die in erster Linie für 2D-Darstellung konzipiert sind. Wer auf seinem PC aber auch Filme sehen oder sogar spielen möchte, benötigt eine “echte” Grafikkarte, die über eigenen Grafikprozessor und -speicher verfügt. Da diese in der Einzelanschaffung ziemlich teuer sind, empfiehlt es sich, gezielt ein System mit leistungsstarker Grafikkarte auszuwählen.

Um das System nicht zu überlasten und einen flüssigen Ablauf zu gewährleisten, ist ein angemessener Arbeitsspeicher von Nöten. Mindestens ein Gigabyte RAM sollte vorhanden sein, für Windows Vista oder 7 sollte es im Idealfall schon das doppelte sein. Dabei kann man Arbeitsspeicher relativ günstig und unkompliziert nachrüsten, falls die Ausstattung im System nicht ausreichen sollte.

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Betriebssystem nach oben

Die meisten Komplettsystem-PCs werden mit bereits vorinstalliertem Betriebssystem ausgeliefert. Dabei hat sich Windows 7 mittlerweile gegenüber seinen Vorgängern XP und Vista durchgesetzt, nur wenige Computer werden noch mit einem dieser Systeme verkauft. Komplettsystem-PCs von Apple sind hingegen mit deren eigenem Betriebssystem Mac OS X ausgestattet, was zum Vorteil hat, dass das System auf den PC abgestimmt ist und man sich nicht mit Fragen nach der ausreichenden Hardware beschäftigen muss.

Festplatte

Die erforderliche Kapazität der Festplatte hängt davon ab, was Sie alles auf Ihrem Computer archivieren möchten. Wenn Filme und eine größere Musiksammlung dazugehören, sollte klar sein, dass diese relativ viel Platz verschlingen und man dementsprechend gerüstet sein sollte. Allerdings lässt sich beim Speicherplatz recht unkompliziert nachhelfen; so kann man entweder weitere Festplatten einbauen oder mit externen Festplatten und anderen Speichermedien arbeiten. Viele Computer werden auch bereits vom Hersteller mit mehreren Platten versehen.

Sonstige Ausstattung

Da auch der Anwendungsbereich von Komplettsystem-PCs stark variiert, unterscheidet sich die Ausstattung derselben ebenso. So ist zum Beispiel bei einigen Komplettsystem-PCs ein Monitor im Kaufpaket integriert, während andere ausschließlich den Rechner beinhalten. Wenn Sie sowohl Rechner als auch Monitor benötigen, sollten Sie nach einem Angebot mit integriertem Monitor Ausschau halten; im Verbund zahlt man in der Regel einen geringeren Preis.

Ein DVD-Brenner ist heute Standard; gleichsam verfügen alle Systeme über diverse Schnittstellen für externe Geräte. Wer zum Beispiel Drucker, Scanner und mehrere Controller per USB anschließen möchte, sollte darauf achten, dass genug USB-Ports vorhanden sind, denn ständiges Umstecken kann sehr lästig sein.

Neben den gängigen Schnittstellen bieten einige Geräte zum Teil integriertes WLAN, Bluetooth, einen TV-Ausgang, einen eingebauten Speicherkartenleser oder auch DVI- beziehungsweise HDMI-Ausgänge an. Diese sind wichtig, da sie im Gegensatz zum herkömmlichen VGA-Ausgang für digitale Übertragung und daher für eine bessere Bildqualität auf dem Monitor sorgen.

Die Soundqualität des Computers wird entweder durch einen integrierten Soundchip oder durch sogenannte Profi-Soundkarten geregelt. Erstere reichen für normale Anforderungen völlig aus, auch Surround-Sound kann mit ihnen erzielt werden, sofern man über ausreichend Lautsprecher verfügt. Soundkarten werden im Prinzip erst dann benötigt, wenn man mit dem PC anspruchsvolle Aufgaben wie Nachbearbeitung von Musik oder professionelle Aufnahmen erledigen möchte.

Da die Monitore mittlerweile hohe, bisweilen sogar HD-Qualität bieten können, sind zunehmend viele Geräte mit einer TV-Karte beziehungsweise integriertem DVB-T ausgestattet, was den Computer auch noch zum Fernseher machen kann. Möchte man diese Funktion nutzen, sollte man darauf achten, ob sich im Kaufpaket auch eine Fernbedienung befindet.

Ein weiteres, in Zeiten wachsender Beliebtheit von Internettelefonie beziehungsweise Videokonferenzen interessantes Feature kann eine integrierte Webcam sein. Im Vergleich zu einem externen Gerät hat diese zum Vorteil, dass man sie nicht ständig ab- und wieder anmontieren muss.

Stromverbrauch - Green IT

Um dem wachsenden Umweltbewusstsein Rechnung zu tragen, hat sich auch die IT-Branche mit Green IT einen Titel überlegt, der den Trend zur Entwicklung umweltschonender Soft- und Hardware beschreiben soll. Abgesehen von dieser Absicht wurden jedoch bisher keine Normen definiert, weshalb sich auf diesem Wege nicht verbindlich herausfinden lässt, welche Geräte unangemessen viel Strom verbrauchen.

Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie man den Stromverbrauch seines Computers reduzieren kann. Zum Beispiel kann man ihn bei Nichtgebrauch richtig abschalten, das heißt ihn vom Strom trennen und nicht etwa in den Standby-Modus versetzen. Ein PC mit hohem Leistungsvermögen verbraucht natürlich mehr Strom als ein auf grundlegende Funktionen reduziertes Gerät, doch kann man auch den Energieverbrauch eines solchen beschränken, indem man beispielsweise die Grafikkarte abschaltet, solange man lediglich im Internet surft.

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Ausführungen für das Büro - Server PC und Thin Client nach oben

In einem Büro, wo viele Mitarbeiter an vielen Rechnern sitzen, macht es Sinn, gewisse administrative und infrastrukturelle Dienste von einem zentralen Rechner aus zu verwalten. Das reduziert die Virengefahr für die einzelnen Rechner auf ein Minimum, zudem werden die Wartungskosten reduziert, da jeder einzelne Computer dasselbe Betriebssystem verwendet.

Zentraler Knotenpunkt eines solchen Netzwerks ist ein sogenannter Server-PC, über den zum Beispiel die Netzwerkadministration, Datenverwaltung und Vorkehrungen für die Sicherheit des Systems realisiert werden. Auch ein regelmäßiger Backup-Vorgang gehört zu seinen Aufgaben.

Server-PCs sind in der Regel sehr leistungsstark und bieten darüber hinaus in ihrem Gehäuse ausreichend Platz, dass man sie auch nachträglich noch beispielsweise mit zusätzlichen Speichermedien aufrüsten kann. Die administrativen Aufgaben werden über ein Netzwerkbetriebssystem erfüllt, das entweder eigenständig oder selbst ein Anwendungsprogramm unter einem anderen Betriebssystem ist.

Die Rechner, die einem solchen Server-PC im Netzwerk angeschlossen sind, werden als Clients bezeichnet. Ein sogenannter Thin Client ist ein Rechner, dessen Betriebssystem und Anwendungssoftware auf einem externen Server liegen und der seinerseits nicht einmal über eine Festplatte oder ein CD-Laufwerk verfügt. Er ist daher nur dazu in der Lage, Daten ein- und auszugeben, die Verarbeitung erfolgt durch den Server.

Neben der eingeschränkten Virengefahr haben solche Thin Clients zum Vorteil, dass sie aufgrund ihrer sehr reduzierten technischen Ausstattung günstiger sind als andere Computer und gleichzeitig weniger Strom verbrauchen, dem Nutzer also auch auf diese Weise Geld sparen.

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