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Viel hat sich getan, seit im Jahre 1972 mit der Magnavox Odyssey die erste Spielkonsole mit Spielen wie dem legendären Pong vorgestellt wurde. Mittlerweile ist die siebte Generation der stationären Konsolen erreicht, als da wären die Microsoft Xbox 360, die Sony PlayStation 3 sowie die Ninendo Wii, welche wir Ihnen hier vorstellen.
Wer die neusten Spiele so realistisch und intensiv wie möglich erleben möchte, sich dabei aber ungern mit Technikfragen nach etwa der richtigen Grafikkarte beschäftigt, wird eventuell Gefallen an der Xbox 360 oder der PlayStation 3 finden. Der große Vorteil dieser beiden Konsolen gegenüber einem PC besteht darin, dass die Spiele explizit an das Leistungsvermögen der Konsolen angepasst werden und daher nicht mit störendem Ruckeln oder ähnlichem zu rechnen ist.
Im Dezember 2005 erschien als erste Spielkonsole der siebten Generation die Xbox 360. Diese wird gegenwärtig in zwei Versionen angeboten: Xbox 360 Arcade und Xbox 360 Elite. Diese beiden stimmen überein, was Prozessorleistung und Grafikauflösung angeht, unterscheiden sich allerdings in anderen Punkten ganz gewaltig.
So verfügt die Arcade-Edition über keine Festplatte, während die Elite 120 GB Speicherplatz für Musik, Bilder oder auch ganze Spiele bietet. Die Arcade verfügt über 256 MB großen internen Flash-Speicher, der ausschließlich zur Sicherung von Spielständen und speziellen Arcade-Spielen dient. Bei Bedarf kann jedoch auch die Arcade mit einer externen Festplatte ausgestattet werden; hier kann der Käufer zwischen 20, 60 oder 120 GB wählen. Beim Kauf einer Xbox 360 Arcade erhält man zusätzlich einen Wireless-Controller sowie fünf Arcade-Spiele.
Die Elite-Edition bietet serienmäßig 120 GB Speicherplatz, anlässlich der Veröffentlichungen bestimmter Spiele wurden allerdings auch schon Sondereditionen verkauft, die über 250 GB verfügen. Wie die Arcade hat die Elite einen HDMI-Ausgang, mit dessen Hilfe auf einem kompatiblen HD-Fernseher die bestmögliche Auflösung der Spiele realisiert werden kann. Wer auf einem “normalen” Fernseher Xbox 360 spielen möchte, benötigt ein Composite AV-Kabel, welches separat erhältlich ist.
Vorrausgesetzt, man verfügt über eine Breitband-Internetverbindung, kann man sowohl die Xbox 360 Arcade als auch die Xbox 360 Elite im Internet verwenden, über das Xbox-eigene Netzwerk “Xbox Live.” Entscheidet man sich hier für die kostenpflichtige Gold-Version, kann man sich über die Multiplayer-Funktion seiner Spiele mit Konkurrenten in aller Welt messen oder ihnen Nachrichten schicken, zudem befinden sich im Xbox Live Marktplatz einige Download-Angebote, die Nutzern der kostenlosen Silber-Version vorbehalten sind. Diese müssen zudem auf die Multiplayer-Funktion verzichten.
Seit dem Erscheinen der Xbox 360 ist eine breite Vielfalt an Spielen entstanden. Diese wird noch ergänzt durch eine Vielzahl von Spielen der Vorgängerkonsole Xbox, die zum Teil sogar in verbesserter Grafik auf der Xbox 360 spielbar sind. Über Xbox Live können zusätzlich kostenfrei Demoversionen vieler Spiele sowie gegen Zahlung von Microsoft Points Arcade-Spiele heruntergeladen und unbegrenzt gespielt werden.
Im November 2006 brachte Sony sein Konkurrenzprodukt zur Xbox 360 auf den nordamerikanischen Markt: die PlayStation 3. Im März 2007 war diese dann endlich auch auf dem europäischen Markt erhältlich. Wie die Xbox liefert die PS3 traumhafte Grafik, wobei ihr Leistungsmaximum sogar noch ein kleines Stückchen höher liegt als das der Konkurrenzkonsole. Seit dem Erscheinen der PS3 hat es eine Vielzahl unterschiedlicher Versionen der Konsole gegeben, derzeit aktuell ist die PS3 Slim.
Die PS3 Slim erscheint serienmäßig mit integrierter 120 GB-Festplatte sowie einem Controller. Wie jede PS3 verfügt sie zudem über einen Blu-Ray-Player, sie kann also Filme in der höchsten bisher möglichen Qualität abspielen. Hier unterscheidet sich die PS3 sehr von der Xbox 360, die lediglich DVDs wiedergeben kann. Auch in punkto Internetzugang findet sich ein Unterschied: Wer über eine Breitband-Internetverbindung verfügt, kann seine PS3 über das kostenlose “PlayStation Network” im Internet verwenden, um Spiele im Multiplayer-Modus zu erleben oder im PlayStation Store etwa Blu-Ray-Trailer oder Spieleerweiterungen herunterzuladen.
Über ebendiesen Store ist es auch möglich, Spieleklassiker der PlayStation herunterzuladen und diese sogar in HD-Auflösung zu erleben. Die DVD-Versionen der Spiele von PlayStation und PlayStation 2 funktionieren auf der PlayStation 3 Slim allerdings nicht mehr. Dafür ist mittlerweile, wie bei der Xbox 360, eine große Anzahl von Spielen für die PS3 verfügbar. Teilweise werden die Titel durch spezielles Zubehör ergänzt; so ist beispielsweise für “Guitar Hero II” ein Controller in Form einer Gitarre erhältlich, während man zum Karaoke-Spiel “SingStar” Mikrofone erhält.
Die Xbox 360 und die PlayStation 3 sind auf die Anforderungen derer zurechtgeschnitten, die ihre Spiele so intensiv wie möglich erleben wollen, mit einer Grafik in Filmqualität, so realitätsnah wie es nur irgendwie geht. Doch was ist mit den Spielern, die vielleicht nach einer spaßigen Beschäftigung für die ganze Familie suchen oder nach einer Feierabendbeschäftigung, bei der man entspannen und abschalten kann? Solche oder so ähnliche Fragen werden sich wohl die kreativen Köpfe der japanischen Firma Nintendo gestellt haben, als sie das Konzept zu ihrem Beitrag zur siebten Generation der Spielekonsolen entwickelten.
Bei der Nintendo Wii steht, gegensätzlich zu den beiden anderen Konsolen der siebten Generation, nicht die Grafik beziehungsweise die Prozessorleistung im Vordergrund, sondern einzig und allein der Spielspaß. So würde die Wii etwa den Vergleich mit ihren Konkurrenten “verlieren,“ wenn es um Auflösung (HDTV wird nicht unterstützt) oder Multimedia (die Wii spielt keine DVDs ab) ginge. Dafür ist sie allerdings auch deutlich günstiger. Doch aufgrund unterschiedlicher Geschäftsstrategie lohnt ein derartiger Vergleich kaum.
Als revolutionär ist der Controller, die sogenannte “Wiimote,” zu erachten. Der kabellose Controller, der optisch einer herkömmlichen Fernbedienung ähnelt, erfasst durch Sensoren die Bewegungen des Spielers. Bei einer Runde Golf beispielsweise steuert man nicht, indem man Knöpfe drückt wie bei der PS3 oder der Xbox 360, sondern indem man den Controller selbst wie einen Golfschläger im Raum bewegt.
Die Wii ist zum einen in der herkömmlichen weißen Version erhältlich, die bereits im Dezember 2006 vorgestellt wurde. Das Kaufpaket umfasst zudem die Spielesammlung Wii Sports, einen Controller und ein A/V-Kabel. Im November 2009 kam darüber hinaus eine schwarze Wii in limitierter Auflage auf den Markt, zu deren Kaufpaket zusätzlich die Spielesammlung Wii Sports Resort sowie eine Wii Motion Plus-Erweiterung gehört, die ein noch genaueres Erfassen der Spielerbewegungen möglich macht.
Auch die Wii kann mit dem Internet verbunden werden und ist mit WLAN ausgestattet. Der kostenlose Online-Dienst der Konsole ermöglicht das Herunterladen neuer Spiele oder Software, Interaktion mit anderen Spielern im Netzwerk sowie bei einigen Spielen das Zocken im Multiplayer-Modus. Über “Virtual Console” kann man zudem Spieleklassiker älterer Konsolen wie etwa dem Super Nintendo oder dem Sega Master System spielen.
Überhaupt spielt die Abwärtskompatibilität bei der Wii eine wichtige Rolle; so wird das vergleichsweise übersichtliche Spieleangebot wie gesagt durch Virtual Console ergänzt, zudem sind auch die Titel der Vorgängerkonsole GameCube uneingeschränkt spielbar, sofern man noch einen GameCube-Controller besitzt.
Die Xbox 360, die PlayStation 3 und auch die Wii gehören allesamt zur Kategorie der stationären Konsolen. Für diejenigen, die auch unterwegs gerne mal eine Runde spielen oder sich für ein Spiel nicht zwangsläufig vor den Fernseher setzen möchten, könnte der Nintendo DS oder die Sony PlayStation Portable (PSP) interessant sein, die beide der Kategorie der tragbaren Konsolen zugeordnet werden.
Der Nintendo DS (“Double Screen”) verfügt über zwei Bildschirme; während der obere ein herkömmliches Display darstellt, fungiert der untere als Touchscreen, den man mit Finger oder Stift bedienen kann. Mit anderen DS-Besitzern lässt sich kabellos eine Verbindung herstellen, sodass man in einer Reichweite von mindestens zehn Metern virtuell gegeneinander antreten kann. Gleichsam kann der DS mit einer Wii verbunden werden. Auch online ist der DS verwendbar: Per WLAN kann der kostenlose Dienst Nintendo Wi-Fi Connection genutzt werden, der Partien gegen Kontrahenten in aller Welt ermöglicht.
Es sind heute drei verschiedene Varianten des DS erhältlich:
Der klassische DS
Der DS Lite (kleiner, höhere Akkulaufzeit, verbesserte Lautsprecher)
Der DSi (ausgestattet mit zwei VGA-Kameras und einem Schacht für SD-Karten; etwas kleiner als der DS Lite, höhere Prozessorleistung und Arbeitsspeicher; interner Flash-Speicher von 256 MB)
Der DS verfügt über ein recht vielfältiges Spieleangebot. Mit dem DS und dem DS Lite ist es zudem möglich, Titel des Game Boy Advance weiter zu verwenden. Beim DSi entfällt diese Möglichkeit; dafür kann der Besitzer eines DSi über das Internet Spiele oder auch andere Applikationen laden. Hinter dem Titel DSi Ware verbergen sich neben Spieleklassikern zum Beispiel auch digitale Wörterbücher.
Auch Sony hat mit der PSP eine tragbare Konsole auf den Markt gebracht. Diese kann abgesehen von Spielen auch für Internet, Filme oder Musik genutzt werden und ist wie der Nintendo DS mit WLAN ausgestattet. Die aktuellste Version, die PSP Go, verfügt im Gegensatz zu ihren Vorgängern über ein Schiebedisplay. Die Spiele sind ausschließlich im PlayStationNetwork-Store erhältlich, da die PSP Go als erste PSP nicht mehr über einen UMD-Schacht verfügt.