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Ratgeber Navigationssysteme

Sie wollen zu einem Ihnen unbekannten Ort fahren und haben sich einen Routenplaner im Internet ausgedruckt oder sich den Weg beschreiben lassen. Nun ist aber eine Straße der geplanten Route gesperrt. Nicht nur hier wäre ein Navigationssystem eine große Hilfe. Dieser Ratgeber stellt portable und fest eingebaute Navigationssysteme vor und nennt deren Vor- und Nachteile, sodass Sie ein für Sie geeignetes Produkt auswählen können.

PNA - Portable Navigation Assistant nach oben

Ein PNA ist ein mobiles Navigationssystem, welches über einen integrierten GPS-Empfänger verfügt. Da es nicht fest in ein System eingebaut wird, sondern eigenständig funktioniert, kann es in mehreren Autos Anwendung finden oder auch von Joggern, Rad- oder Motorradfahrern genutzt werden. Großen Wert wird bei der Entwicklung eines PNAs auf einfache, unkomplizierte Bedienung gelegt, sodass diese Navigationssysteme als sehr einsteigerfreundlich gewertet werden können. Mit Preisen im Bereich 100-400 € bilden die PNAs zudem die günstigste Kategorie der erhältlichen Navigationssysteme.

Um den derzeitigen Aufenthaltsort zu bestimmen, greift der PNA auf Daten der GPS-Satelliten zurück, die dann im Anschluss mit Hilfe der Navigationssoftware mit den gespeicherten Straßenplänen abgeglichen werden. Sobald man eine Zieladresse in das Gerät eingegeben hat, berechnet dieses den Weg zwischen der derzeitigen Position und dem gewünschten Ziel; ist dies geschehen, gibt das System dem Fahrer Anweisungen, wie er am schnellsten dorthin gelangt. Anhand von 2D- oder 3D-Animationen lässt sich dieser Weg auch auf dem Display nachvollziehen. Sollte man aus irgendeinem Grund doch mal eine Straße zu früh oder zu spät abbiegen, berechnet das Navigationssystem umgehend den schnellsten Weg von der neuen Position aus.

Da die Straßen- und Länderkarten sich je nach Hersteller und Ausgabedatum unterscheiden, sollte man diese in regelmäßigen Abständen aktualisieren, um beispielsweise Straßensperrungen zu entgehen. Einen vergleichbaren Zweck hat auch der digitale Radio-Datendienst TMC (Traffic Message Channel); der Dienst, den mittlerweile die allermeisten Navigationssysteme unterstützen, verwertet Ansagen aus dem Radio und ermöglicht es auf diese Weise, Staus zu umgehen.

PNAs verfügen in der Regel über ein Touchscreen-Display, das durchschnittlich etwa 10 cm Bildschirmdiagonale bietet. Oft kann man sich aussuchen, ob man die Kartendarstellungen auf dem Display in 2D oder 3D dargestellt haben möchte. Üblicherweise ist es darüber hinaus möglich, auf dem Bildschirm auch Bilder darzustellen und sogar Videos wiederzugeben. Als Speichermedien dienen zum Beispiel integrierte Festplatten sowie Speicherkarten (CF oder SD), mit Hilfe derer neben aktuellen Kartendaten auch MP3s gespeichert und über den PNA abgespielt werden können. Auch ein FM-Transmitter oder eine Bluetooth-gestützte Freisprechanlage fürs Handy gehören zum Leistungsarsenal vieler portabler Navigationssysteme.

Die Stromversorgung der PNAs wird über integrierte Akkus gewährleistet. Diese können während der Fahrt im Auto über ein Kfz-Ladekabel wieder aufgeladen werden, da PNAs aber nicht an das Auto gebunden sind und auch für andere Aktivitäten genutzt werden, kann man sie auch bequem zuhause über ein Heimladekabel oder USB wieder mit Strom versorgen.

Als Alternativen zum mobilen Navigationssystem sind Smartphones, PDAs oder sogar einige MP3-Player zu nennen, da diese mit einem zugekauften GPS-Empfänger und der notwendigen Software ebenfalls navigieren können. Dazu sei allerdings gesagt, dass PNAs in der Regel deutlich einfacher zu bedienen sind.

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Fest eingebaute Navigationssysteme nach oben

Wer sein Navigationssystem ohnehin nur im Auto nutzen möchte, dabei aber höchsten Wert auf Genauigkeit bei der Navigation legt, der ist mit einem fest eingebauten Navigationssystem vermutlich besser beraten. Diese haben zum Nachteil, dass sie an ein einziges Auto gebunden sind und in der Regel teurer sind als ihre tragbaren Artgenossen. Zudem erfordert der Einbau Fachkenntnis, nicht selten ist dafür die Hilfe eines Spezialisten von Nöten. Wer sich allerdings trotz dieser Widrigkeiten für ein solches System entscheidet, kann sich natürlich dennoch an einigen wichtigen Vorteilen erfreuen.

Zunächst mal ist ein solches Gerät nach einmaliger Installation uneingeschränkt funktionsfähig, es muss auch niemals aufgeladen werden, da es sozusagen ein Teil des Automobils wird. Auch den teilweise lästigen Kabelsalat der tragbaren Navigationssysteme vermeidet man mit einem solchen Gerät völlig.

Der wichtigste Vorteil gegenüber den PNAs ist jedoch ohne Frage die deutlich präzisere und dynamischere Navigation. Da das System in Kontakt mit den Autorädern steht, kann es auch beispielsweise in Tunneln oder in anderen Gebieten, wo es mit Satellitenempfang kritisch wird, die Position des Autos bestimmen. Darüber hinaus lässt das System neben den Satelliten- und Kartendaten auch Daten des Autos wie etwa die Geschwindigkeit und die genaue Fahrtrichtung mit in die Berechnung einfließen.

Übrigens muss man nicht befürchten, mit einem fest eingebauten System eher der Gefahr eines Autobruchs ausgesetzt zu sein als mit einem PNA. Man kann hier zwar nicht das gesamte Gerät mit sich tragen, doch lässt sich in der Regel wie beim Autoradio die Bedienungsfläche entfernen, ohne die das Navigationssystem für niemanden zu gebrauchen ist.

Man unterscheidet bei fest eingebauten Navigationssystem in der Regel zwischen zwei Arten: dem Radio-Navigationssystem und dem Navigationssystem mit Moniceiver, welches auch als All-in-One-Navigationssystem bezeichnet wird.

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Radio-Navigationssystem oder mit Moniceiver nach oben

Radio-Navigationssystem

Ersteres trägt seinen Namen, da es über ein Radio verfügt und mit seinem nicht vorhandenen beziehungsweise sehr kleinen Display wie ein herkömmliches Autoradio aussieht. Die Zieleingabe erfolgt bei einem solchen Gerät in der Regel über eine einzeilige Monochromanzeige, Richtungsanweisungen erhält man hier also nicht visuell, sondern über die integrierten Lautsprecher. Sobald das System eine solche Anweisung spricht, schweigt das Radio automatisch. Zu den weiteren Funktionen solcher Navigationssysteme gehören zum Beispiel die Wiedergabe von MP3s oder auch eine Freisprechanlage fürs Handy, die via Bluetooth funktioniert. Darüber hinaus verfügen viele Radio-Navigationssysteme über CD-Player, als Speichermedien dienen On-Board-Speicherkarten oder wie bei PNAs integrierte Festplatten und andere Speicherkarten. In der Regel schlagen die Radio-Navigationssysteme mit 300-600 € zu Buche.

Navigationssystem mit Moniceiver

Das und viel mehr bietet die teuerste Art der Navigationssysteme, die sogenannten All-in-One-Navigationssysteme beziehungsweise Navigationssysteme mit Moniceiver (Multimedia-Monitor). Ebenfalls fest im Auto eingebaut, verfügen diese Geräte über einen vergleichsweise riesigen Bildschirm, der mit durchschnittlich 17 cm Bilddiagonale besticht. Abgesehen von den Funktionen, die auch ein Radio-Navigationssystem mit einbringt, können diese Systeme etwa DVDs abspielen und sogar per DVB-T zum Fernseher im Auto werden. Wer diese Funktion nutzen möchte, sollte sich allerdings für ein Gerät entscheiden, bei dem DVB-T integriert ist und nicht erst mit einem externen Gerät genutzt werden kann. Gleiches gilt übrigens auch für iPod-Nutzer, welche die Musik von ihrem Player über das System laufen lassen wollen; einige Geräte verfügen über eine eigens dafür gefertigte Schnittstelle (“iPod Direct Control“).

Doch die Moniceiver sind nicht nur für Multimedia nützlich; auch das Autofahren an sich erfährt durch sie im Vergleich zum Radio-Navigationssystem einige neue Qualitäten. So werden beispielsweise das aktuelle Tempolimit oder eine Kraftstoffanalyse angezeigt, auch die Darstellung der sogenannten Points of Interest, wie Tankstellen oder Rasthöfe auf der geplanten Route sind von offensichtlichem Nutzen.

Natürlich hat die höhere Funktionalität der All-in-One-Navigationssysteme auch einen höheren Preis zur Folge; ungefähr 1000 € sollten schon eingeplant werden, möchte man ein solches Gerät kaufen. Aufgrund dessen sollte wohl überlegt sein, ob man die sämtlichen Funktionen eines solchen Systems tatsächlich braucht oder ob man mit einem etwas reduzierten und günstigerem Gerät nicht doch besser beraten wäre.

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