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Ratgeber Netbook

Sie möchten Arbeit von unterwegs erledigen oder einfach überall im Internet surfen können, finden Notebooks aber entweder zu groß oder zu teuer? Möglicherweise ist ein Netbook genau das Richtige für Sie. Mit diesem Ratgeber möchten wir die kleinen Geräte charakterisieren und gleichzeitig benennen, was sie von herkömmlichen Notebooks unterscheidet.

Maximale Mobilität nach oben

Das Netbook ist die mobilste bisher bekannte Form eines tragbaren Computers. Es bietet die Möglichkeit, an jedem beliebigen Ort Texte zu schreiben, online zu gehen oder auch Musik zu hören und Filme zu schauen, ohne dabei nach Steckdosen Ausschau halten zu müssen, da sein Akku mit bis zu zehn Stunden Laufzeit äußerst langlebig ist. Dabei ermöglichen das niedrige Gewicht und die geringe Größe dem Nutzer, sein Netbook ohne Mühe bei sich zu tragen; so gibt es Geräte, die bloß etwa 700 g wiegen, in der Regel bringen Netbooks etwas mehr als ein Kilogramm auf die Waage, womit sie noch immer leichter als die allermeisten Notebooks sind.

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Ausstattung nach oben

Bildschirm

Zur hohen Mobilität gehört natürlich auch ein vergleichsweise kleiner Bildschirm. Die Bildschirme der Netbooks sind üblicherweise zwischen zehn und zwölf Zoll groß, die Skala fängt allerdings schon bei sieben Zoll an, was umgerechnet circa 18 cm Bilddiagonale bedeutet. Einige Displays sind bereits HD-ready, vorherrschend ist hier allerdings ein 16:10-Format mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln.

Rechenleistung - Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte

Dass bei Netbooks die Mobilität an erster Stelle steht, soll nicht bedeuten, dass die Rechenleistung nebensächlich wäre. Zwar wird niemand ein solches Gerät mit einem Gamer-PC verwechseln, doch reicht die technische Ausstattung für sämtliche Bürotätigkeiten, Internet oder auch Videowiedergabe völlig aus.

In der Regel verfügen die Netbooks über Prozessoren, die eine Taktfrequenz von durchschnittlich 1,6 Gigahertz erreichen und dabei möglichst wenig Strom (=Akku) für sich beanspruchen. Als Arbeitsspeicher dienen üblicherweise wie bei den meisten Notebooks DDR2- oder DDR3-Chips, die für ein oder in wenigen Geräten zwei Gigabyte RAM sorgen. Die Grafik wird durch integrierte Grafikchips bestimmt, wie es auch bei Notebooks der unteren Preisklasse üblich ist.

Wie gesagt, bereitet es der Netbook-Hardware keine Probleme, die grundlegenden Funktionen wie Text-, Audio- oder Videowiedergabe zu erfüllen - bei anspruchsvollen Programmen wie zum Beispiel Bildbearbeitungssoftware stößt das Gerät jedoch an seine Grenzen. Wer also viel mit Software dieser Art arbeiten möchte, ist mit einem leistungsstärkeren Gerät sicher besser beraten, zumal bei derart aufwendigen Programmen auch die Bildschirmgröße und somit die Übersicht irgendwann zum Thema wird.

Betriebssystem

Lange galt Windows XP als große Konstante, da das Rechenvermögen der Netbooks für die hohen Anforderungen des Nachfolgers Vista schlichtweg nicht ausreichend war. Zwar gibt es weiterhin viele Geräte, die mit diesem System ausgeliefert werden, doch ist mittlerweile auch Windows 7 in der etwas reduzierten Starterversion weit verbreitet. Darüber hinaus werden mehr als bei den anderen Notebook-Klassen auch Linuxsysteme verwendet. Generell lässt sich sagen, dass das Betriebssystem bei Netbooks nicht von entscheidender Bedeutung ist, was mit dem stark eingeschränkten Anwendungsbereich der Geräte zu erklären ist.

Schnittstellen

Zur Standardausstattung von Netbooks gehören mehrere USB-Anschlüsse, Bluetooth, WLAN, gegebenenfalls ein Kartensteckplatz und ein VGA-Anschluss für einen externen Bildschirm, auf einigen neuen Geräten wird letzterer allerdings durch einen HDMI-Ausgang ergänzt beziehungsweise ersetzt. Wer diese Funktion häufig beanspruchen möchte, sollte nach einem Netbook mit HDMI-Ausgang Ausschau halten, da hiermit deutlich bessere Bildqualität erzielt werden kann.

Wer unterwegs nicht auf WLAN-Spots angewiesen sein will, um im Internet zu surfen, sollte vor dem Kauf eines Netbooks darauf achten, ob ein Mobilfunk-Modem (UMTS) integriert ist, denn in Verbindung mit einer gültigen SIM-Karte ermöglicht dieses den Internetzugang von nahezu überall.

Als bisher einziges Netbook bietet das Nokia Booklet 3G eine integrierte DVB-T-Karte. Diese erweitert den Aufgabenbereich des Netbooks, denn abgesehen vom tragbaren Computer wird er mit einer solchen Karte auch noch zum tragbaren Fernseher.

Laufwerke

Netbooks sehen mit der Festplatte nur ein einziges Laufwerk vor. CD- oder DVD-Laufwerke sind gar nicht existent, bei einigen Geräten lässt sich aber immerhin bei Bedarf ein externes Laufwerk anschließen, wenn man zum Beispiel mal eine DVD auf dem Netbook abspielen möchte. Genau wie bei anderen Notebooks kommen als Festplatten entweder die klassischen 2,5”-Festplatten oder bei den besonders kleinen Geräten Solid State Drives zum Einsatz. Letztere bieten deutlich weniger Speicherplatz, weshalb mittlerweile hauptsächlich die konventionellen Platten verbaut werden. Üblich sind hier 160 GB, es sind aber auch bereits Netbooks mit 250 GB erhältlich.

Äußeres

Dass alle Netbooks ziemlich ähnliche Maße haben, muss nicht bedeuten, dass sie einander äußerlich alle gleichen. So sind viele Geräte in allen Regenbogenfarben erhältlich, andere heben sich durch Motive auf der Verkleidung vom Rest ab. Die Verkleidung ihrerseits wird so gefertigt, dass sie solide ist und dabei trotzdem leicht bleibt, damit das Gerät nicht schwerer wird als nötig.

Vetriebsmodelle

Üblicherweise wird ein Netbook wie andere Notebooks zum Einzelpreis verkauft. Dass das Netbook wie kein zweites Notebook die Mobilität als oberstes Gebot ausgegeben hat, rief allerdings auch die Mobilfunk-Anbieter auf den Plan. Deren Gedanke: Wenn das Netbook als perfekter Rechner für unterwegs gelten soll, sollte man damit auch wirklich überall im Internet surfen können. Daraus entstand ein ganz anderes Vertriebsmodell: das Netbook mit Mobilfunkvertrag. Bei diesem Modell wird, genau wie bei Vetragshandys, eine monatliche Grundgebühr entrichtet, für die man eine SIM-Karte für das integrierte Breitbandmodem und in der Regel ein Downloadvolumen erhält. Gerade für Nutzer, die mit dem Netbook viel im Internet surfen möchten und dabei nicht immer und überall auf WLAN zurückgreifen können, kann dieses Modell sehr interessant sein; denn ein integriertes Modem haben zwar viele Netbooks, doch nur mit einer SIM-Karte lässt sich dieses auch nutzen.

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Abgrenzung von herkömmlichen Notebooks nach oben

Während moderne Notebooks im Prinzip alles mitbringen, um als vollwertige Rechner durchzugehen, sind Netbooks eher als Zweitrechner zu werten. Sie sind perfekt dafür geeignet, dem Nutzer als ständiger Begleiter zu dienen, da sie kaum Platz wegnehmen und alle grundlegenden Funktionen eines Computers erfüllen. Nutzt man sie allerdings auch in den eigenen vier Wänden, kann das kleine Display und die geringe Rechenleistung auf Dauer zum Verhängnis werden, wenn man auf ihnen beispielsweise mal anspruchsvolle Software installieren oder einfach mit mehreren Tabs arbeiten möchte. Daher wäre es hier ideal, nebenher noch über einen Desktop-PC oder ein Notebook mit größerem Bildschirm zu verfügen.

Nun sind die Netbooks mit Preisen ab 300 € die günstigste Klasse der tragbaren Computer. Dazu sei jedoch angemerkt, dass man für etwa 100 € mehr bereits ein Einsteiger-Notebook kaufen könnte, welches über einen deutlich größeren Bildschirm (durchschnittlich etwa 15 Zoll) verfügt und daher als Erstrechner sicherlich besser geeignet wäre. Wem besonders die extreme Mobilität der Netbooks imponiert, dem sei gesagt, dass auch die sogenannten Subnotebooks vergleichbar klein und leicht sind und nur geringfügig schneller wieder an Strom angeschlossen werden müssen, dabei aber deutlich leistungsfähiger sind. Zwar kostet ein solches Gerät deutlich mehr als ein Netbook, dafür ist es aber auch rechenstark genug, um sämtliche Funktionen eines Erstrechners zu erfüllen.

Fazit

Ob nun ein Netbook oder doch ein anderes Notebook für Sie das Richtige ist, sollten Sie daher mit Bedacht entschieden. Soll das Gerät mobil sein, dabei aber auch anspruchsvollere Aufgaben erfüllen, gar als Erstrechner dienen, sind Sie mit Notebooks anderer Kategorie wahrscheinlich besser beraten. Suchen Sie hingegen einen günstigen Zweitrechner, den Sie problemlos überall hin mitnehmen und für Internet, Büroarbeit und Musik nutzen können, ist ein Netbook die optimale Lösung.

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